Start Wintersaison 2014/2015

 

Astronomische Beobachtungen ab 31.Oktober an der Volkssternwarte Kirchheim

Am Sonntag, dem 26.10. fand die letzte öffentliche Sonnenbeobachtung dieses Jahres an der Volkssternwarte Kirchheim statt. Den Besuchern bot sich neben anderen Sonnenflecken das Bild eines riesigen Flecks, der mit geeigneter Sonnenschutzbrille auch ohne Fernrohr gesehen werden konnte. Die Tage werden nun kürzer, und die Sonne beschreibt zusehends tiefer über dem Horizont ihren Tagbogen. Da am vergangenen Wochenende die Uhren auf die (normale) Mitteleuropäische Zeit MEZ um eine Stunde zurückgestellt wurden, wird es eine Stunde eher dunkel und die Dunkelheit tritt bis zur Wintersonnenwende im Dezember zunehmend früher ein. Damit ergeben sich für öffentliche Beobachtungen des nächtlichen Sternhimmels wieder günstigere Möglichkeiten. Ab Freitag, dem 31.Oktober können dann Besucher jeden Freitag von 19.00 bis 21.00 Uhr bei klarem Himmel durch verschiedene Geräte Objekte des Nachthimmels, wie zum Beispiel Sternhaufen, Doppelsterne, Gas- und Staubnebel und Galaxien, betrachten und sich die gerade sichtbaren Sternbilder zeigen und erläutern lassen. Gleich am 31.10. ist der Mond im ersten Viertel ein besonders lohnendes Beobachtungsobjekt . Besucher sind herzlich willkommen. Sie werden ein neu gestaltetes Außengelände vorfinden und die verschiedenen Beobachtungsgebäude auf markierten Wegen aufsuchen können. Für kurzfristige Anfragen erreichen sie uns an der Sternwarte unter Tel. 036200 61741 oder informieren Sie sich im Internet unter www.sternwarte-kirchheim.de".

 

Aktuelles Thema

 

Gute Beobachtungsmöglichkeiten von Sonnenflecken an der Sternwarte Kirchheim durch ansteigende Sonnenaktivität

Unsere Sonne ist der nächste Stern. Ihre Entfernung von rund 150 Millionen km ist im Vergleich zu anderen Sternen dennoch sehr gering. Könnte man sich mit der Geschwindigkeit eines ICE mit 200 km/h zur Sonne bewegen, brauchte man jedoch immerhin 86 Jahre, um sie zu erreichen.

Während andere Sterne wegen ihrer Entfernung nur punktförmig erscheinen, ist die viel nähere kugelförmige Sonne als Scheibe am Himmel sichtbar, Deshalb lassen sich Einzelheiten ihrer Oberfläche mit geeigneten Mitteln hervorragend beobachten und studieren.

Besonders augenfällig sind die Sonnenflecken. Sie kommen einzeln oder in Gruppen vor, verändern sich ständig und verschwinden wieder. Es hat sich herausgestellt, dass ihre Häufigkeit periodisch von einem Minimum zu einem Maximum ansteigt, um dann wieder auf ein Minimum abzusinken. Diese Periode beträgt im Mittel 11 Jahre. So sind im Zeitraum des Minimums oft wochenlang gar keine Flecken zu beobachten, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war. Zur Zeit bewegen wir uns wieder auf das nächste Maximum zu. Sein genaues Eintreffen lässt sich derzeit nicht genau vorherbestimmen, vielleicht kann damit schon 2013 gerechnet werden. Sonnenflecken sind mit starken Magnetfeldern gekoppelt. Sie sind allerdings nur eine besonders auffällige Erscheinungsform der im gleichen Rhythmus schwankenden Sonnenaktivität. So treten Sonnenflecken immer zusammen mit den sehr heißen und langlebigen Sonnenfackeln auf.  Sonnenfackeln werden aber nicht immer von Flecken begleitet. Besonders auffällige Strukturen in Aktivitätsgebieten sind Protuberanzen, große Materiewolken, die in die äußeren Schichten der Sonnenatmosphäre reichen und mit Ausnahme aktiver Protuberanzen meist eine lange Lebensdauer haben.

Dramatische Ereignisse auf der Sonne stellen die Flares (Sonneneruptionen) dar. Sie sind mit starken Strahlungsausbrüchen verbunden, die unter bestimmten Bedingungen auch die Erde erreichen. Dann kann es zum Beispiel zu Störungen im Funkverkehr kommen, und wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne längs der Magnetfeldlinien der Erde in die Hochatmosphäre unserer Polgebiete eindringen, erzeugen sie Polarlichter.

Der Mechanismus der Sonnenaktivität ist noch Gegenstand der Forschung. Es besteht jedoch offensichtlich ein enger Zusammenhang mit dem Magnetfeld der Sonne, das sich etwa alle 11 Jahre umpolt. Dabei spielt die unterschiedliche Rotation der Sonne in verschiedenen Breiten eine entscheidende Rolle.

Foto: Volkssternwarte Kirchheim

Aktuelles Thema November 2011

Eröffnung der Wintersaison mit der Beobachtung des Jupiters an der Sternwarte in Kirchheim

Wie in jedem Jahr beginnt Anfang November die Wintersaison an der Volkssternwarte Kirchheim. Jeden Freitag öffnet die Volkssternwarte Kirchheim ab 19:00 Uhr für alle Interessierten Bürger ihr Pforten. Mit Hilfe der leistungsstarken Teleskope erklären die Mitglieder des Vereins den Gästen die Objekte des Universums.

Den Auftakt bildet der Gasriese Jupiter. Der größte Planet unseres Sonnensystems leuchtet hell und weiß am Abendhimmel. Er besitzt mehr Masse als alle anderen Planeten zusammen. Einzig die Sonne ist noch ca. 1000 x massereicher. Selbst im Fernglas sieht man drei bis vier schwache Sternchen, die ihn begleiten. Das sind seine vier größten Monde. Innerhalb von Stunden verändern sich ihre relativen Positionen. Nach heutigen Kenntnissen umkreisen den Planeten über 63 Monde. Auf Jupiter findet fast täglich eine Sonnen- oder Mondfinsternis statt. Die großen vier Monde (Io, Europa, Ganymed und Callisto) werfen einen auch mit kleineren Fernrohren gut zu beobachtenden Schatten auf Jupiter. Diese vier großen Monde werden zu Ehren Galileis Galileische Monde genannt. Ob er der allererste Mensch war, der diese Monde sah, ist nicht eindeutig überliefert, doch hat er sie zu Beginn des 17. Jahrhunderts systematisch beobachtet und sah sich durch diese Beobachtungen im heliozentrischen Weltbild bestärkt. Die Monde des Jupiters waren Beispiele von Himmelskörpern, die eindeutig nicht die Erde umkreisen und waren für Galilei ein Modell für ein modernes Bild des Sonnensystems, das nicht die Erde im Mittelpunkt sah.

Obwohl seine Opposition zur Sonne am 29. Oktober war ist er noch ausgezeichnet zu beobachten. Unter "Opposition" versteht man in der Astronomie eine Planetenkonstellation. Am 29. Oktober stehen Sonne, Erde und Jupiter in einer geraden Linie zueinander, wobei der Jupiter von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenüber steht. Damit stehen die Chancen gut, bei alle 4 großen Monden zu beobachten. Mit ein wenig Glück können Sie bei wolkenlosem Himmel dieses Phänomen selbst unter Anleitung der Amateurastronomen in Kirchheim entdecken.

Die Volkssternwarte ist in den Wintermonaten jeden Freitag ab 19:00 Uhr geöffnet und bietet interessierten Bürgern die Möglichkeit bei klarem Himmel unter fachkundiger Anleitung den Sternenhimmel zu beobachten. Für kurzfristige Anfragen erreichen sie uns an der Sternwarte unter Tel. 036200 61741

Aktuelles Thema Juni 2011

Sonderöffnung der Sternwarte Kirchheim zur totalen Mondfinsternis am 15. Juni

Am 15. Juni 2011 ereignet sich eine der längsten totalen Mondfinsternisse, weil der Juni-Vollmond den Kernschatten der Erde beinahe zentral durchläuft. Mit 101 Minuten Dauer liegt die Mondfinsternis nur 7 Minuten unter dem maximal möglichen Rekord. Zwar beginnt das Ereignis mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde bereits um 19:23 MESZ und um 20:22 Uhr MESZ taucht der Mond in den Kernschatten der Erde ein, jedoch befindet sich der Mond für uns zu dieser Zeit noch unter dem Horizont, und die Sonne ist noch nicht untergegangen. Erst und fast zeitgleich mit Beginn seiner totalen Verfinsterung um 21:23 Uhr MESZ geht der Mond im Südosten auf, während die Sonne bei uns wenige Minuten später (in Kirchheim um 21:31 Uhr) in Nordwesten untergeht. Weil durch die Erdatmosphäre noch Licht und zwar vornehmlich das langwelligere in das Kernschattengebiet gebrochen und gestreut wird, erscheint der Mond während der Totalität nicht vollständig abgedunkelt, sondern leuchtet je nach Zustand unserer Atmosphäre fahl gelblich oder rötlich. Allerdings ist seine Helligkeit jetzt 10000mal schwächer als bei vollem Mondschein. Wegen der Dämmerung wird es einige Zeit dauern, bis der verfinsterte Mond gesehen werden kann. Es wird spannend sein, ab wann und in welcher Farbe die Mondscheibe sichtbar sein wird.  Spätestens während der Finsternismitte um 22:12 Uhr MESZ jedoch sollte das möglich sein. Um 23:03 Uhr MESZ beginnt der Mond auf seiner Bahn um die Erde den Kernschatten  in östlicher Richtung zu verlassen, um zwei Minuten nach Mitternacht ganz aus ihm herauszutreten. Um 1.01 Uhr MESZ hat er auch den Halbschatten der Erde hinter sich gelassen.

In der Volkssternwarte in Kirchheim wird das Ereignis an den Teleskopen beobachtet. Interessierte, die die Möglichkeit haben, können in der Zeit von 21:30 Uhr bis 24:00 Uhr das Naturschauspiel miterleben.

Foto: Volkssternwarte Kirchheim

Aktuelles Thema April 2011

9. deutschlandweiter Astronomietag
am 9. April 2011 in Kirchheim

Einmal im Jahr gibt es eine besonders attraktive Gelegenheit, Einblicke in das Universum zu erhalten: Am deutschlandweiten Astronomietag. An diesem Tag, der von der  Vereinigung der Sternfreunde (VdS) ins Leben gerufen wurde, bieten die meisten öffentlich zugänglichen Sternwarten allen Interessierten Gelegenheit, sich über astronomische Fragen zu informieren und mit den vorhandenen Fernrohren selbst einen Blick ins All zu werfen. Der Termin ist dabei jeweils so abgestimmt, dass an diesem Tag attraktive Beobachtungsmöglichkeiten bestehen.

Auch die Volkssternwarte in Kirchheim hat an diesem Tag geöffnet.

Am Sonnabend, dem 09. April beginnt bei freiem Eintritt das öffentliche Besuchsprogramm. Ab 15:00 Uhr   werden die Teleskope unter Verwendung von speziellen Filtern und Prismen auf die Sonne gerichtet. (Achtung: Eine Beobachtung der Sonne ohne Benutzung solcher besonderer Mittel führt zur Zerstörung des Augenlichts!) Nach einer langen inaktiven Zeit sind endlich wieder Sonnenflecken und oft eindrucksvolle Protuberanzen zu sehen.

Sobald es dunkel wird, zeigen Ihnen die Vereinsmitglieder die schönsten Himmelsobjekte, auch durch das neue große Fernrohr der Sternwarte. Darüber hinaus sind auf dem Gelände mehrere kleinere Teleskope auf den Sternenhimmel gerichtet. Neben dem aufgehenden Mond sind der Ringplanet Saturn und viele interessante Objekte des Frühjahrshimmels, wie Sternhaufen, galaktische Nebel und andere Sternsysteme zu beobachten. Voraussetzung ist natürlich gutes Beobachtungswetter. Aber auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen können sich Besucher ein Bild von der Sternwarte machen. Vereinsmitglieder  stehen für Führungen durch die Sternwarte zur Verfügung und beantworten gern Fragen.

Ein Hinweis: Die Sternwarte stellt ab 1. April die Beobachtungszeit vom Freitagabend auf Sonntagvormittag um. Bis zum 31.Oktober laden die Sternfreunde aus Kirchheim wieder jeden Sonntag in der Zeit von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr zur Sonnenbeobachtung ein.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.sternwarte-kirchheim.de. Für kurzfristige Anfragen erreichen Sie uns an der Sternwarte unter 036200 61741.

 

Foto: Volkssternwarte Kirchheim

Aktuelles Thema März 2011

Der größte Vollmond des Jahres und

Abendsichtbarkeit des Planeten Merkur

Der Mond bewegt sich in einer Ellipsenbahn um die Erde. Er benötigt hierzu 27 Tage, 7 Stunden und 44 Minuten Die Entfernung zwischen Mond und Erde schwankt dabei zwischen 356.410 Kilometern (Perigäum) und 406.740 Kilometern (Apogäum). So erscheint der Mond einmal etwas größer oder kleiner. Im Durchschnitt ist der Mond ca. 384.403 Kilometer von der Erde entfernt. Er bewegt dabei sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von rund 1 km Kilometer pro Sekunde, in  Erdnähe aber schneller als in Erdferne.

Bei seinem Umlauf um die Erde rotiert er zugleich genau einmal gleichmäßig um seine eigene Achse. Deshalb sehen wir immer nur seine Vorderseite. Eine solche Bindung der Rotationszeit an die Umlaufzeit nennt man deshalb gebundene Rotation. Weil er sich aber in den verschiedenen Entfernungen von der Erde verschieden schnell fortbewegt, gibt er abwechselnd auf beiden Seiten etwas von seiner Rückseite preis. Er scheint zu wackeln. So erfassen wir von der Erde aus sogar 59% seiner Oberfläche. Für einen Beobachter auf dem Mond würde die Erde, abgesehen von kleinen Schwankungen, immer an der gleichen Stelle am Himmel stehen.

Obwohl der Mond immer zur Hälfte von der Sonne beleuchtet wird, zeigt er sich uns in den verschiedenen Lichtgestalten (Mondphasen). Diese ergeben sich durch die unterschiedlichen Stellungen zwischen Sonne, Mond und Erde bei seinem Umlauf um unsere Erde Nur selten fällt seine Erdnähe – und damit ein großer Mond – mit dem Vollmondtermin zusammen. Am 19.3. trennen beide Ereignisse nur 50 Minuten – ein großer Vollmond ist die Folge.

Im März bietet sich auch die einzige Möglichkeit, den sonnennahen Planeten Merkur in diesem Jahr abends mit bloßem Auge aufzufinden. Der flinke Planet Merkur ist nicht so oft zu sehen, da er sich bei seinem Umlauf um die Sonne niemals weit von ihr entfernt und dadurch meistens von ihr überstrahlt wird. Seit der Degradierung Plutos zum Zwergplaneten ist der Merkur der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Er gehört zu den inneren (erdähnlichen) Planeten. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt Merkur knapp 88 Tage. Vom 15. bis 23.März. wird man ihn in der Abenddämmerung über dem Westhorizont entdecken können. Der hellere Planet Jupiter weist uns vom 14.3. bis 17.3. den Weg zu Merkur.

Weitere Einzelheiten erläutern wir Ihnen gern bei einem Besuch unserer Sternwarte. Nur noch bis 31.3. führt die Sternwarte bei wolkenlosem Himmel jeden Freitag in der Zeit von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr die Beobachtung des Abendhimmels durch, bevor am 3. April jeden Sonntag die Sonne beobachtet werden kann. Für kurzfristige Anfragen ist die Sternwarte unter Tel. 036200 – 61741 erreichbar.

Foto: Volkssternwarte Kirchheim
Volkssternwarte Kirchheim ©2010- Letzte Änderung :31.10.2014-.